DEF - Dachfenster, Designbeschläge, Fenster, Funktionstüren...

Dachfenster

Ein Dachfenster ist ein Fenster im Dach eines Gebäudes, welches in die Dachfläche eingebaut ist. Es hat den gleichen Neigungswinkel wie das Dach. Deshalb wird es auch als Dachflächenfenster bezeichnet. Es wird verwendet um Licht in obenliegende Räume eindringen zulassen und dient zur Belüftung. Dachfenster ermöglichen einen bis zu 3-mal größeren Tageslichteinfall (Abhängig von der Ausrichtung) als vertikale Fenster und bringen so mehr natürliche Helligkeit. Für ein Maximum an Licht und Lebensqualität gilt: je größer die Lichtfläche, desto größer der Wohnkomfort.


Es gibt zwei Gruppen von Dachfenstern:

Dach-Schwing-Fenster:
-    zum Öffnen wird es waagerecht um die Mittelachse gekippt
-    komfortables Öffnen durch obenliegende Griffleiste, z. B. bei Möbeln unter dem Fenster


Klapp-Schwing-Fenster
•    Freier Zugang zum geöffneten Fenster
•    Untenliegende Bedienung mit großem Öffnungswinkel von 45° (Klappfunktion)
•    Ungestörter Ausblick - großartiger Panoramablick
•    Leichtes Putzen der Außenscheibe durch zusätzliche Schwingfunktion


Für helle Wohnräume bieten einige Hersteller individuelle Kombinationen, die in Dachwohnräumen ein Maximum an Licht und Lebensqualität schaffen. Mit der Kombination aus Klappfenster entsteht ein balkonähnlicher Dachaustritt. Der obere Teil des Fensters kann bis 45° aufgeklappt werden, der untere Teil wird herausgedrückt und das Geländer klappt heraus.  Dieses Dachfenster macht den Weg nach draußen frei und bietet alle Vorteile, die man an einem Balkon schätzt. Er ist insbesondere dort empfehlenswert, wo die Dachschräge wegen ihrer geringen Höhe nicht genutzt wird.


Flachdach-Fenster mit Kuppel
Flachdach-Fenster bieten eine gute Lösung für zusätzliches Tageslicht von oben, frische Luft und einen freien Blick in den Himmel sowie hervorragende Wärmedämm-Eigenschaften. Sie sind in Räumen mit flachen bzw. flach geneigten Dächern von 0 bis 15 Grad einsetzbar und in verschiedenen Varianten erhältlich:
-     fest verglast,
-     elektrisch zu öffnen
-     Notausstiegsfenster
-     RWA- Rauch- und Wärmeabzugsfenster.


Diese Fenster verfügen über eine Isoscheibe, welche die Regengeräusche vermindert und sind auch als RC 2 (Einbruchschutz) geprüft und mit Durchsturtzsicherung erhältlich.

Ausstiegsfenster
Ausstiegsfenster sind für Dachräume in denen ein Ausstieg für Handwerker oder Schornsteinfeger sowie, wo behördlich vorgeschrieben, ein Notausstieg für einen 2. Fluchtweg- und Rettungsweg gefordert ist. Neben dem Schornsteinfeger-ausstiegsfenster für nicht beheizte und ungedämmte Dachräume gibt es auch Ausstiegs- und Notausstiegsfenster für beheizte und ausgebaute Dachräume. Diese Fenster erfüllen die Wärmedämmwerte der EnEV. Alle Schornsteinfeger-Ausstiege müssen vom Fachausschuss BAU geprüft sein und das BG-Prüfzeichen tragen.

Sonnenschutz für Dachfenster
Rollläden
- bieten bis zu 92 % Hitzereduktion
- Optimale Verdunkelung mit zusätzlichem Sicht-, Lärm- und Einbruchschutz 
- Erhöhte Wärmedämmung für optimierte Energiebilanz
Als automatische Rollläden Bedienung per Knopfdruck oder Zeitprogrammierung möglich   Jederzeit nachrüstbar

Verdunkelungsrollos
•    Dunkelheit auch bei grellem Sonnenlicht
•    Leichtgängig und stufenlos positionierbar
•    verschiedene Farben
•    Zusätzliche Wärmedämmung für optimierte Energiebilanz​
•    Leichter Einbau
•    Produkte für Dachfenster

Weitere Produkte:
•    Hitzeschutz-Markisen
•    Raffrollos
•    Sichtschutzrollos
•    Plissees (Faltstores)
•    Jalousien
•    Wabenplissees
•    Insektenschutzrollos

Designbeschläge

Ein Türdrücker besteht aus Türklinke und der Einfassung. Zusammen ergibt beides den Türbeschlag. Man unterscheidet zwischen Rosetten und Langschildbeschlägen in Kombination mit Drücker/Drücker oder Knauf /Drücker.

An der Türklinke befindet sich ein Vierkant der bei der Montage der Garnitur in das Schloss eingeführt wird und i.d.R. durch niederdrücken das Öffnen der Tür ermöglicht.

 

 

Fenster

Ein Fenster ist eine Öffnung in der Wand eines Gebäudes und dient der Lichtzufuhr und der Belüftung. Es ist der Abschluss des Hauses ins Freie. Die Hülle eines Gebäudes prägt seinen Charakter maßgeblich.

Fenster bestehen aus unterschiedlichen Profilen für Rahmen und Flügel, einer Füllung meistens Glas sowie einer Reihe von Beschlägen für die Funktion. Fenster werden heute aus folgenden Materialien gebaut: Kunststoff, Aluminium und Holz. Daneben gibt es noch die Materialkombinationen Holz-Aluminium und Kunststoff-Aluminium, die jeweils die Vorteile der beiden benutzten Materialien kombinieren.

Werkstoffe:
Holz: Vollholz oder Kantenmaterial in verschiedenen Holzarten (z. B. Kiefer, Meranti oder Eiche) welche nach Bearbeitung mit Lasur oder deckender Farbe endbehandelt werden müssen.


Holz-Alu: wie bei Holzfenstern jedoch mit einer Deckschale im Außenbereich aus Aluminium. Vorteil ist hier die Witterungsbeständigkeit des Aluminiums im Außenbereich und die Holzoptik im Innenbereich.


Kunststoff: Kunststofffenster bestehen aus einem stranggepressten Kunststoffprofil, meist aus PVC, in welches aus statischen Gründen fast immer ein Stahlkantenrohr, ein stählernes U-Profil oder ein L-Profil eingearbeitet wird. Ohne diese Armierung ist die Steifigkeit relativ gering und damit die Flügelweite des Fensters begrenzt.


Kunststoff-Alu: diese Kombination mit einer Aludeckschale findet ihren Einsatz häufig bei farbigen bzw. zweifarbigen Fenstern. Im Aluminium ist eine größere Farbauswahl möglich.


Aluminium: Aluminiumfenster bestehen aus stranggepressten Aluminiumprofilen. Sie sind besonders leicht, ausreichend stabil und witterungsbeständig. Neue Profil Generationen sind ausgeschäumt, um einen besseren Wärmedämmwert zu erreichen.


Tipp:
    •    Achten Sie beim Wärmeschutz für Fenster auf den Wärmeschutzkoeffizienten (U-Wert) für das gesamte Fenster, bestehend aus Rahmen, Glas und Randverbund. So sparen Sie Energiekosten.
    •    Bei allen Fenstern muss der Uw-Wert in der CE Kennzeichnung ausgewiesen werden.
    •    U-Wert-Berechnung bei Fenstern
    •    Bei Fenstern werden grundsätzlich drei U-Werte unterschieden:
    •    › Uw (w = window) – der Gesamtwert des Fensters
› Ug (g = glazing) – der U-Wert der Verglasung
› Uf (f = frame) – der U-Wert des Rahmens

Der Wärmedurchgangskoeffizient Uw bezieht sich auf das gesamte Fenster.

In diesen Wert fließen die U-Werte für die Verglasung Ug und den Rahmen Uf mit ein. Den Gesamtwert Uw beeinflussen darüber hinaus der lineare Wärmedurchgangskoeffizient ψg (g = glazing) und die Fenstergröße.

Funktionstüren (Feuerschutz- Türelemente)

Eine Feuerschutztür hat die Aufgabe, Öffnungen in feuerbeständigen Wänden gegen den Durchtritt von Feuer für eine bestimmte Zeit zu sichern. Diese selbstschließenden Türen (Brandschutztüren), Tore, Klappen bilden eine geprüfte Einheit aus Türzarge, Türblatt und den für die Funktion erforderlichen Beschlägen (geprüfte Drückergarnitur – Nuss 9mm und Türschließer).

Zu jeder Feuerschutztür sind vom Hersteller Einbau- und Wartungsanleitungen mitzuliefern. Zusätzlich hat sie als Nachweis, dass die Tür der DIN 1809 DIN4102-5 sowie DIN 4102-18 entspricht, ein Typenschild. Die meisten Hersteller bringen dieses im Falz auf der Bandseite an. Die DIN unterscheidet zwischen einflügeligen und zweiflügeligen Feuerschutztüren. Feuerschutzabschlüsse sind entsprechend der nationalen DIN 4102-5 in die Feuerwiderstandsklassen T30, T60, T90 und T120 eingestuft.

Sie müssen in der Lage sein eine bestimmte Feuerwiderstandsdauer, nach DIN 4102-5 (national) bzw. DIN EN 13501-2 (europäisch), aufzuweisen. So können Feuerschutzabschlüsse in die Feuerwiderstandsklassen 15, 20, 30,45, 60, 90, 120, 180, 240 (Minuten) eingestuft werden.


Bei Feuerschutztüren die nach europäischen Vorschriften klassifiziert und geprüft wurden, ist besonders darauf zu achten und auch zu prüfen, ob die Abschlüsse für eine Brandbeanspruchung von nur einer oder von beiden Seiten geprüft und klassifiziert wurden. Die nationalen Vorschriften basieren auf einer beidseitigen
Prüfung.

Wo Feuerschutztüren einzubauen sind, ist in den jeweiligen Bauordnungen bzw. den jeweils gültigen Sonderbauvorschriften geregelt. In Deutschland hat jedes Bundesland diesbezüglich eine eigene Bauordnung.


Für den einwandfreien Zustand der Rauchschutztüren ist der Gebäudebetreiber/ Eigentümer verantwortlich.

GHI - Innentüren, Glastüren, Haustür

Innentür

An Innentüren aus Holz und Holzwerkstoffen werden viele verschiedene Anforderungen gestellt. Die Auswahl der richtigen Tür hängt davon ab, welche Funktion sie zu erfüllen hat. Deshalb kommt es auf eine gründliche Planung und kompetente Beratung an.
Lage, DIN Richtung, Teilung, Maße, Form, Material, Konstruktion, Beschläge, Ausstattung usw. entscheiden darüber, welche Türelemente eingesetzt werden.


Die maßgeblichen Kriterien sind:
•    Design und die gestalterischen Vorstellungen
•    Bauliche und räumlich Gegebenheiten
•    Verwendungszweck und die Nutzung des jeweiligen Raumes
•    Beanspruchung durch Temperatur, Klima und mechanische Bedingungen
•    Gesetzliche Anforderungen, bauphysikalische und konstruktive Bedingungen
•    Ggf. barrierefreie Ausführung


Grundsätzlich sind zu beachten:
•    Gesetzliche Verordnungen, vor allem Bauordnungen
•    Normen und Regelwerke
•    Stand der Technik
•    Regeln des Handwerks


Innentüren mit Wabenkerneinlage
•    Die Einlage besteht aus Pappe, die wabenförmig und ganzflächig im Inneren der Tür angeordnet ist. Sie wird von einem Holzrahmen umschlossen.
•    Die Wabeneinlage sorgt für die nötige Stabilität der Tür.
•    Kostengünstig.
•    Sehr leicht.
•    Eignen sich für Türen mit geringer mechanischer Beanspruchung.
•    Schlechte Schall- und Wärmedämmwerte.


Innentüren mit Röhrenspansteg/ Röhrenspanstreifen
•    Die Einlage besteht aus aufgekanteten Pressspan-Streifen mit ausgestanzten Löchern. Röhrenspankernplatte in Streifen geschnitten.
•    Sie eignen sich für Türen mit normaler Beanspruchung.
•    Mechanisch stärker belastbar als Wabeneinlage.
•    Höherer Anwendungskomfort als Wabeneinlage.
•    Etwas bessere Schall- und Wärmedämmwerte.
•    Untere Mittelklasse.

Innentüren mit Röhrenspanplatte/ Röhrenspankern
•    Die Einlage besteht aus einer vollflächigen Spanplatte, die mit Röhren durchzogen ist um das Gewicht zu minimieren.
•    Geringe Verzugsneigungsneigung, stabile Bauweise
•    Gute Schall- und Wärmedämmung.
•    Höherer Anwendungskomfort als Wabe und Röhrenspansteg
•    Gehobene Mittelklasse.
Innentüren mit Vollspanplatte
•    Die Füllung besteht aus einer Vollspanplatte.
•    Sehr stabil, aber auch schwer.
•    Neigen wenig zum Verziehen.
•    Erreichen sehr gute Schall- und Wärmedämmwerte.
•    Für normale Zimmertüren in der Regel zu schwer.
•    Für Wohnungseingangstüren in einem Mehrfamilienhaus sehr gut geeignet.


Oberfläche der Tür
Dekorfolie

•    Preisgünstige Variante.
•    Dank Fototechniken sind Holzimitationen möglich.
•    Einheitliche Dekorbilder
•    Folie wird auf eine glatte Platte kaschiert.
•    Geringster Beanspruchungsgrad.
•    Empfindlich gegen Stöße und Kratzer.


CPL Laminatbeschichtung
•    Schichtstoff mit authentischer Holzoptik.
•    Große Designvielfalt.
•    Oberfläche ist durch das Overlay, eine transparente Folie, geschützt.
•    Äußerst robust und strapazierfähig.
•    Kratz-, abrieb- und stoßfest.
•    Bei Haustieren und Kleinkindern zu empfehlen.
•    Für stark beanspruchte Durchgangstüren sehr gut geeignet.
•    Pflegeleicht und lässt sich leicht reinigen.
•    Farb- und Lichtecht.


Weißlack
•    Zeitlose Optik.
•    In der Regel seidige, matt glänzende Oberfläche.
•    Lässt Räume heller und größer wirken.
•    Pflegeleicht und strapazierfähig.

Echtholzfurnier

•    Warme und ansprechende Ausstrahlung durch das natürliche Material.
•    Unikat, da individuelle Maserungen und Strukturen des Holzes die Furnier-Oberfläche einzigartig machen. Jedes Türblatt ein Unikat.
•    Verändert mit der Zeit die Farbe.


Massivholz
•    Für ein natürliches und warmes Wohnambiente.
•    Unikat aufgrund der natürlichen Wuchsmerkmale des Holzes.
•    Besonders robust und stabil.
•    Verändert mit der Zeit die Farbe.

Glastüren

Der Trend zur individuellen Wohnraumgestaltung hält ungebrochen an. Innentüren spielen dabei als gestalterisches Element eine besondere Rolle. Der Trend im Wohn- oder Geschäftsbereich zu mehr Offenheit und Transparenz ist ungebrochen. Ein Effekt, der sich durch die Verwendung von Ganzglastüren besonders eindrucksvoll umsetzen lässt. Mit Leichtigkeit und Transparenz kommen Glastüren als hochwertige, designorientierte Alternativen zu Holztüren zum Einsatz.


Ganzglastüren gibt es in großer Designvielfalt, z. B. Laser Glastüren mit 2D oder 3D Motiven, oder im Sieb- oder Digitaldruckverfahren mit bis zu vier Farben, die in ein Glaselement eingebrannt werden. Gestalterisch und technisch bieten sie viele Möglichkeiten für Neubau und Renovierung.


Ganzglastüren werden standartmäßig aus Einscheiben-Sicherheitsglas (ESG) hergestellt. Durch Wärmebehandlung besitzt das Glas eine erhöhte Stoß- und Schlagfestigkeit im Vergleich zum normalen Flachglas. Wenn es bei sehr hoher Belastung zerbricht, zerfällt es in kleine Scherben. Dadurch reduziert sich die Verletzungsgefahr im Vergleich zum normalen Flachglas erheblich.


VSG Glastüren: Verbundsicherheitsglas besteht aus 2 einzelnen Sicherheitsgläsern, die mit einer sehr reißfesten Folie zusammenlaminiert sind. Vorteile: Die beiden Außenseiten behalten die glastypische Spiegelung und im Fall eines Bruches bleiben die Bruchstücke an der Folie kleben. Dadurch erhöht sich die Schallschutzdämpfung und die Durchbruchhemmung. Die Verletzungsgefahr im Falles eines Bruches wird minimiert.

Haustür

Eine Haustür ist der Abschluss des Hauses ins Freie und das Aushängeschild des Hauses.
An eine Haustür sind verschiedene Anforderungen an Sicherheit und Wärmeschutz geknüpft.


Haustüren werden heute aus folgenden Materialien gebaut: Kunststoff, Aluminium und Holz. Daneben gibt es noch die Materialkombinationen Holz-Aluminium und Kunststoff-Aluminium, die jeweils die Vorteile der beiden benutzten Materialien verbinden. Kunststoff-Haustüren sind preiswert und pflegeleicht. Die Verriegelungsmöglichkeiten sind gleich wie bei den anderen Materialien.


Standard ist heute eine dreifach-Sicherheitsverriegelung, bei der nach Abschließen der Tür ein Riegel in Kombination mit zwei Stahlschwenkhaken oder zwei Bolzen auf der Schlossseite in Schließteile in den Rahmen greifen. Eine Fünffach-Verriegelung bedeutet demnach zwei zusätzliche Haken oder Bolzen.  
Anstatt einer Kette wird heute bei Bedarf ein Türfänger oder eine Türspaltsicherung integriert. Das Drehen eines Knopfs auf der Innenseite der Tür verhindert, dass die Tür weit geöffnet werden kann, eben nur einen Türspalt weit. Damit kann festgestellt werden, ob man den Außenstehenden einlassen will oder nicht.


Ein elektrischer Türöffner ist ein elektromagnetischer Mechanismus, der - wenn die Tür nicht verriegelt ist - bei einem Impuls das Schließblech freigibt, wodurch die Tür für den Besucher geöffnet wird. Meistens hat der elektrische Türöffner eine Zusatzfunktion, die sogenannte Tagesfallenfunktion, einen kleinen Stift oder Knopf, der betätigt werden kann und der damit das Schließblech generell freigibt.


Um den Einbruchschutz weiter zu erhöhen, sollten in der Tür Profilzylinder nach DIN 18252 verbaut sein. Solche Zylinder stehen im verbauten Zustand höchstens 3 mm vor und erschweren Einbrechern maßgeblich das Öffnen der Tür. (Siehe Zylinder)


Haustüren sollten nach RC2 geprüft sein und benötigen eine CE Kennzeichnung.

PQR - Pedeltür, Rauchschutztür...

Pendeltür

Eine Pendeltür, auch Saloon Tür oder Schwingtür genannt, kann in beide Durchgangsrichtungen geöffnet werden. Sie besitzt keinen Anschlag und schwingt durch. Dies wird durch spezielle Zargen und Pendeltürbänder, die es dem Türblatt ermöglichen sich in beide Richtungen zu öffnen, erreicht. Pendeltüren sind mit Holz-oder Glastürblättern möglich.


Typisches Einsatzgebiet sind die Gastronomie, Hotels und Eingangsbereiche. Pendeltüren können ein- oder zweiflügelig sein.

Rauchschutztüren (nach DIN 18095)

Rauchschutztüren

Bei einem Brand entsteht neben dem Feuer auch gefährlicher Brandrauch. Rauchschutztüren sind dazu bestimmt, im eingebauten und geschlossenen Zustand den Durchtritt von Rauch zu minimieren und zwar so, dass der dahinterliegende Raum im Brandfall zur Rettung von Menschen genutzt werden kann. Rauchschutztüren sind nicht vollkommen rauchdicht. Je nach Art des Rauchschutzabschlusses dürfen bestimmte Luftmengen pro Stunde von einer Seite zur anderen hindurchtreten. Rauchschutztüren müssen selbstschließend sein. Als Schließmittel muss ein geprüfter Türschließer nach DIN 18263 verwendet werden.
Rauchschutztüren bilden eine geprüfte Einheit aus Türzarge, Türblatt und den für die Funktion erforderlichen Beschlägen (geprüfte Drückergarnitur – Nuss 9 mm und Türschließer).

Zu jeder Rauchschutztür sind vom Hersteller Einbau- und Wartungsanleitungen mitzuliefern. Weiterhin hat als Nachweis, dass die Tür der DIN 18095 entspricht, dieses Element ein Typenschild. Die meisten Hersteller bringen dies im Falz auf der Bandseite an. Die DIN 18095 unterscheidet zwischen einflügeligen (RS-1) und zweiflügeligen (RS-2) Rauchschutztüren.


Rauchschutztüren sind dort einzubauen, wo sie nach bauaufsichtlichen Vorschriften gefordert werden. Nach § 35 Absatz 3 der Musterbauordnung (MBO) muss, sofern der Ausgang eines notwendigen Treppenraumes nicht unmittelbar ins Freie führt, der Raum zwischen dem notwendigen Treppenraum und dem Ausgang ins Freie rauchdichte und selbstschließende Abschlüsse haben. Weiter heißt es in Absatz 6, dass in notwendigen Treppenräumen Öffnungen zu Kellergeschossen, zu nicht ausgebauten Dachräumen, Werkstätten, Läden, Lager- und ähnlichen Räumen sowie zu sonstigen Räumen und Nutzungseinheiten mit einer Fläche von mehr als 200 m², ausgenommen Wohnungen, mindestens feuerhemmende, rauchdichte und selbstschließende Abschlüsse vorhanden sein müssen. Öffnungen von notwendigen Treppenräumen zu notwendigen Fluren müssen rauchdichte und selbstschließende Abschlüsse haben.

Gemäß § 36 Absatz 3 MBO sind notwendige Flure durch nicht abschließbare, rauchdichte und selbstschließende Abschlüsse in Rauchabschnitte zu unterteilen. Weitere Regelungen entnehmen Sie bitte der jeweiligen Landesbauordnung.


Für den einwandfreien Zustand der Rauchschutztür ist der Gebäude-betreiber/Eigentümer verantwortlich.

STU - Schiebetüren, Treppen, Türen, Türdrücker

Schiebetüren

Die Schiebetür ist eine Tür, die durch horizontales Schieben geöffnet wird. Der Unterschied zu herkömmlichen Türen besteht darin, dass beim Öffnen keine Drehbewegung nötig ist. Daher brauchen Schiebetüren keinen Schwenkbereich. Schiebetüren können vor oder in der Wand laufen und sind als Ganzglastüren oder Innentüren möglich. Es gibt ein- und zweiflügelige Varianten.


Schiebetüren sind meistens hängende Türen, die in eine Laufschiene oberhalb der Türöffnung ein gehangen werden. Am Boden befindet sich nur eine Führung, die das Pendeln des Türblattes verhindert.

 

 

 

Treppen

Eine Treppe gleicht den Höhenunterschied aus. Sie besteht aus mehreren Stufen und bildet den Auf- oder Abgang zu dieser Ebene. Für die sichere Benutzung ist ein Geländer bzw. Handlauf erforderlich.


Treppen sind aus Holz, Stein, Glas, Metall oder einer Kombination dieser verschiedenen Materialien. Man unterscheidet zwischen geraden, viertel- und halbgewendelten Spindel- und Wendeltreppen. Weiterhin gibt es noch Podest-treppen und Raumspartreppen.

Treppenstufen / Treppenwangen / Setzstufen

Eine Wange ist das tragende schrägliegende Bauteil links und rechts der Treppenstufe.
Bei der aufgesattelten Treppe werden die Stufen auf die Wangen aufgelegt, um mit dieser Konstruktion eine optisch leichtere Treppenanlage ohne außenliegende Wangen zu erreichen.


Bei gestemmten Treppen werden die Trittstufen in die Wandwange eingestemmt.
Die ganzgestemmte Treppe besteht aus Wangen, Stufen und Setzstufen (senkrechte Elemente) zum kompletten Schließen der Treppenkonstruktion. Somit ist ein durchschauen zwischen den Stufen nicht möglich.


Die Treppenwange dient, der an der Wand abgewandten Seite, als tragendes Element für das Geländer.
Eine Stufe ist der Auftritt bzw. die Trittfläche einer Treppe. Es können folgende Materialen zum Einsatz kommen: Holz, Metall, Stein und Glas.


Eine Setzstufe ist das senkrechte Element auf der Trittstufe, um den Zwischenraum der Stufen komplett zu schließen.

Türen

An Innentüren aus Holz und Holzwerkstoffen werden viele verschiedene Anforderungen gestellt. Die Auswahl der richtigen Tür hängt davon ab, welche Funktion sie zu erfüllen hat. Deshalb kommt es auf eine gründliche Planung und kompetente Beratung an.

Lage, Bewegungsrichtung, Teilung, Maße, Form, Material, Konstruktion, Beschläge, Ausstattung usw. entscheiden darüber, welche Türelemente eingesetzt werden.

Die maßgeblichen Kriterien sind:

  • Design und die gestalterischen Vorstellungen
  • Bauliche und räumlich Gegebenheiten
  • Verwendungszweck und die Nutzung des jeweiligen Raumes
  • Beanspruchung durch Temperatur, Klima und mechanische Bedingungen
  • Gesetzliche Anforderungen, bauphysikalische und konstruktive Bedingungen
  • Ggf. barrierefreie Ausführung

Grundsätzlich sind zu beachten:

  • Gesetzliche Verordnungen, vor allem Bauordnungen
  • Normen und Regelwerke
  • Stand der Technik
  • Regeln des Handwerks

Türdrücker

Ein Türdrücker besteht aus Türklinke und der Einfassung. Zusammen ergibt beides den Türbeschlag. Man unterscheidet zwischen Rosetten- und Langschildbeschlägen in Kombination mit Drücker/Drücker oder Knauf/Drücker.


An der Türklinke befindet sich ein Vierkant, der bei der Montage der Garnitur in das Schloss eingeführt wird und i. d. R. durch niederdrücken das Öffnen der Tür ermöglicht.

XYZ

Zarge

Die Zarge ist eine als Futter bezeichnete Konstruktion. Sie verkleidet den Durchgang in der Wand und dient zusätzlich als Aufnahme für das Türblatt und dessen Verriegelung schlossseitig.
Zargen werden in verschiedenen Wandstärken gefertigt und haben in Abhängigkeit vom jeweiligen Hersteller einen Einstellbereich über die Zierbekleidung.
Es gibt vier unterschiedliche Zargen-Arten:


1.     Blockrahmen
o    Wird mit Dübeln in der Mitte der Mauerdicke montiert.
o    Laibung wird verputzt.
o    Fugen zwischen Zarge und Mauer werden mit Leisten oder Acryl ausgeglichen.


2.     Blendrahmen
o    Wird in Mauerfalz mit Dübeln montiert
o    Laibung wird geputzt


3.     Zargen/Umfassungszarge
o    Bedeckt die Laibung vollständig
o    Wird entweder unsichtbar mit Metallwinkeln oder Montageschaum montiert
o    Umgreift die Laibung zusätzlich in U-Form


4.     Stahleckzarge
o    Wird mittels Laschen in die Laibung auf der Innenseite geschraubt
o    Umgreift die Laibung in L-Form.

Zierbekleidung

Die Zierbekleidung ist ein den Bändern abgewandter Zargenteil, welcher die Montagefuge zwischen Futterbrett und Wand verkleidet.

Zweiflügel-Tür

Als Zweiflügel-Tür wird ein zweiflügeliges Türen-Element genannt. Hier sind beide Türflügel zu öffnen. Diese gibt es als Derh- oder Schiebevariante.


Zusätzlich kann dies mit einem Oberlicht kombiniert werden.

Zylinder

Der Türzylinder ist das Herzstück jeder Tür und hat beim Einbruchschutz hohe Bedeutung. Türzylinder oder auch Schließzylinder genannt, sollten über einen Manipulationsschutz, eine Not- und Gefahrenfunktion verfügen. Not- und Gefahrenfunktion: hier kann bei innen steckendem Schlüssel, von außen der Zylinder mit dem passenden Schlüssel geöffnet werden.


Heute sind moderne Türzylinder hochwertige Hightech-Produkte mit vielseitigen wirksamen Qualitätsmerkmalen. Der Schlüssel trägt mechanische (oder auch elektronische) Codierungen in Form von Einschnitten und Bohrungen in seinem Profil. Im Schließzylinder werden diese Codierungen abgetastet. Stimmen das Profil des Schlüssels und die Profilierung des Schließzylinders überein, kann der Schlüssel gedreht werden. Jeder für sich ist ein kleines Meisterwerk, das im präzisen Zusammenspiel aus Korpus, Stiften, Kugeln und Federn die Schließungen jahrelang zuverlässig erledigen muss.


Schließzylinder müssen gegen Abbrechen, Aufbohren, Herausziehen sowie sonstige Angriffe geschützt sein. Gegen diese Überwindungsmethoden bieten Schließzylinder mit Aufbohrschutz, Kernziehsperre und Ziehschutz in hohem Maße Widerstand.


Ein Zylinder ist Bestandteil eines Türschlosses und dient dem sicheren Abschließen des Türelementes. Man unterscheidet Profilzylinder und Rundzylinder.